Informatik studieren

  • Hey,
    ich fange dieses Wintersemester an Informatik zu studieren. Da sich hier noch mehrere Studenten tummeln wollte ich fragen wo ihr studiert. :)
    Ich werde mich wohl in Saarbrücken einschreiben. Das Informatik Studium ist dort recht anerkannt.
    Welche Unis haben noch einen guten Ruf für Informatik?


    Wäre schön wenn ich ein paar Meinungen hören könnte :).
    Mir hat ein Student erzählt, dass in Saarbrücken Durchfallquoten von zum Teil 90% wären. Das ist schon krass, deshalb wollte ich mal nachfragen wie das so bei euch ist ;).


    Vielen Dank
    anno2008

  • Hi anno,


    Zitat von anno2008

    Ich werde mich wohl in Saarbrücken einschreiben. Das Informatik Studium ist dort recht anerkannt.
    Welche Unis haben noch einen guten Ruf für Informatik?


    RWTH Aachen, Karlsruhe


    Nur: Was ändert es? Meiner Meinung nach wirst du an keiner Uni mehr lernen, du wirst nur u.U. mehr zu tun haben. Was du effektiv lernst, findet sowieso in deiner Freizeit beim Programmieren und c't lesen statt. Die Grundlagen dafür legen dir alle Unis und ich zweifele schwer daran, dass es irgendwo wesentlich mehr ist. Meiner Erfahrung nach


    @Zeit-Ranking: Ich kenne Leute an einigen Unis in einigen Fächern, es ist durchgängig Quatsch, was da an Punkten vergeben wird. Betroffene (Studenten, Profs, Unis) zu befragen ist das Dümmste, was man machen kann. Jede, wirklich JEDE Uni hält sich für die beste der Welt -- auch Clausthal-Zellerfeld und Ilmenau. Das nimmt wirklich oft groteske Züge an. Egal, wo du hingehst: Glaub nichts, was eine Uni dir erzählt.


    Zitat von anno2008

    Mir hat ein Student erzählt, dass in Saarbrücken Durchfallquoten von zum Teil 90% wären. Das ist schon krass, deshalb wollte ich mal nachfragen wie das so bei euch ist ;).


    Auch was ein Student erzählt, ist immer mit Vorsicht zu genießen ;). In Mathe fallen überall weit über 50% der Leute durch. Das ist normal und auch kein Problem. Erstens kann man im Bachelor problemlos Klausuren wiederholen, zweitens ist es ja nicht unser Hauptgebiet, drittens sind viele, die in Mathe früh durchfallen später auch in Info überfordert. Bei uns werden von 75 Studenten im ersten Semester maximal 10 in Regelstudienzeit jetzt ihren Bachelor bekommen. Man darf sich halt nicht davon verrückt machen lassen, dass jedes Semester wieder ein paar Kumpels fehlen. So ist ein Studium ;).


    Viel Erfolg dir!
    Johannes

  • Also ich studiere an der Hochschule Wismar im Fernstudiengang in Berlin Falkensee (bzw. ab kommendem Semester ist der Standort Potsdam).
    Eigentlich gefällt es mir da recht gut, allerdings scheinen einige Profs nur sehr schwer die neuen Medien für sich zu entdecken. So wird es einem gerade im Fernstudium nicht leicht gemacht, die Profs zu kontaktieren. Ja alle nennen ihre e-Mail Adresse, aber ein großes Form je Fach, wo sich die Studs mit den Profs austauschen halte ich immernoch für effektiver.


    Naja nun gehts weiter ins kommende Semester.


    Grüße


    Gun-Food

  • Ja alle nennen ihre e-Mail Adresse, aber ein großes Form je Fach, wo sich die Studs mit den Profs austauschen halte ich immernoch für effektiver.


    Das kannst du ja als Projekt erstellen oder nicht :D

  • Vielen Dank für eure Antworten :)


    Auch was ein Student erzählt, ist immer mit Vorsicht zu genießen ;).


    Ja ich weis, ich kann mir auch gut vorstellen dass dieser Student nicht gerade der fleißigste war ;). Trotzdem wird gesiebt. Wenn auf Informatik kein NC ist und sich alle möglichen Leute dort einschreiben, dann kann das nicht funktionieren. Außerdem sind jetzt die Studiengebühren weggefallen, dann wirds noch voller.


    Das Zeit Ranking finde ich auch persönlich nicht besonders aufschlussreich. Wenn man ein Kriterium ändert kommt eine komplett neue Verteilung und ich hab keinen Plan welche Kriterien ich dort vorziehen soll, es sind fast schon zu viele.


    Karlsruhe hört sich auch gut an :). Ich lass es mir noch 2 Tage durch den Kopf gehen und dann schreib ich mich einfach in Saarbrücken ein. Mehr als schief gehen kanns nicht...
    Ich probiere es einfach aus.


    Danke für die verschiedenen Meinungen!


    anno2008

  • Du hast beste Karten, anno2008. Es schreiben sich wirklich die unglaublichsten Leute ein. Nach dem Motto: "Was mache ich denn gerne? Hm, Hobbys habe ich eigentlich keine… Moooment, ich zocke doch gerne CS! Da studiere ich doch einfach Informatik, da lernt man bestimmt, wie man sowas programmiert. Voll interessant. Und mein 3,4 Abi aus Hessen [Anm. des Autors: Sorry, Hessen ;)] macht auch nix, wie geil, ist ja NC-frei. Und ne schöne Leitung zum Saugen meiner US-Serien hat die Uni ja auch, das ist das Geld wert."
    Das ist leider nicht frei erfunden, nur zusammengeschrieben aus meiner Erfahrung, wie die Studienwahl Informatik oft läuft. Solche Leute hast du schon mal komplett hinter dir, wenn du programmieren kannst.


    Johannes

  • Zitat

    Bei uns werden von 75 Studenten im ersten Semester maximal 10 in Regelstudienzeit jetzt ihren Bachelor bekommen. Man darf sich halt nicht davon verrückt machen lassen, dass jedes Semester wieder ein paar Kumpels fehlen. So ist ein Studium

    Kann ich bestätigen, das war früher nicht anders, und warum sollen gerade "gute" Uni´s ihr Niveau senken?

    Zitat

    Wenn auf Informatik kein NC ist und sich alle möglichen Leute dort einschreiben, dann kann das nicht funktionieren.

    Sehe ich anders. Im Studium kommt es darauf an, "den Arsch hochzubekommen". Das ist von den "Schulnoten" völlig unabhängig. In den allermeisten Schulen wird einem irgendetwas vorgekaut und man erhält eine Note, die sich aus dem Fähigkeiten und dem "goodwill" des Lehrers ableiten. In der Uni treffen dann die Einserschüler auf die Viererkandidaten, aber einen Prof interessiert die "Vorbildung" einen Sch***. Der schreibt seine Klausur, und dann gilt "vier bleibt hier"! Und ich habe schon einige "Einserschüler" erlebt, die nach dem ersten Semester die Segel gestrichen haben. Es gibt ein einfaches physikalisches Gesetz: Leistung=Arbeit pro Zeit. Wer am Ende des Semesters seinen Schein nicht bekommt, der hat
    - zu wenig gearbeitet
    - zu viel Zeit verplempert.

  • Andy, dass das mit den Schulnoten nicht vergleichbar ist ist logisch, aber das habe ich auch nicht gemeint.
    Wenn eine Uni überfüllt ist, dann muss sie sieben. und das geht nur indem man massenweise Leute durchrasseln lässt. Wenn es jeder schaffen würde weil er sich anstrengt, dann wird es halt noch "schwerer", anders geht es nicht :). Das mit den EInserschülern mag vielleicht im Einzelfall so sein, aber du hast selbst geschrieben: "Leistung=Arbeit pro Zeit" und genau das ist es was die "Einserschüler" ausmacht. Und jemand der seine Faulheit überwinden kann der wird wohl auch im Studium nicht schlecht sein. Dass es ein bisschen anders läuft ist klar. Aber jemand der ein Abi von 1.0 hat, der hat wohl auch gezeigt dass er lernen kann :).


    peethebee, Danke für dein Mut machen :). Ich kann zwar nicht wirklich Programmieren (einigermaßen Delphi und die Grundlagen von C++). Da ist Progandy schon ein gutes Stück weiter :thumbup:. Ich werde das schon schaffen, ich wollte mich nur vorher nochmal umhören :)


    Danke,
    anno2008

  • @anno: Naja, bei C++ sind es fast auch nur Grundlagen, die ich kann. Ohne die Doku nebenher zu lesen geht bei mit auch noch nicht viel, genauso ist es mit Java. AutoIt ist einfach zu verlockend ^^

  • Zitat

    "Leistung=Arbeit pro Zeit" und genau das ist es was die "Einserschüler" ausmacht. [...] jemand der ein Abi von 1.0 hat, der hat wohl auch gezeigt dass er lernen kann

    Schon verloren im Studium.
    Wer im Abi durchweg ne 1 hatte saß in der ersten Reihe, hatte meistens 2 X-Chromosomen und nie Freizeit.
    "Auswendig"-lernen ist die denkbar schlechteste Vorgehensweise für´s Studium. Wer dies im Abi so gehandhabt hat (und das in der Regel sehr erfolgreich) wird in der Regel im Studium damit auf die ----- fliegen. Man muss die Zusammenhänge verstehen - Stoff anwenden können statt ihn komplett im Kopf zu haben.
    Ob man da 200 Definitionen Buchstabe für Buchstabe kennt ist Wurst.
    In unserem Studiengang sind die mit den besten Noten die mit den schlechtesten im Abi.
    Wobei ich anmerken muss das ich hierbei nur für die Ingenieurswissenschaften sprechen kann.


    @anno
    Jeder der studiert versucht dir Tipps zu geben auf was du achten musst, wie du herangehen sollst etc.
    Tatsache ist: Du wirst so oder so deinen eigenen Weg finden.
    Geh entspannt an die Sache ran - wenns dir Spaß macht wirst du´s auch packen.

  • Geh entspannt an die Sache ran - wenns dir Spaß macht wirst du´s auch packen.


    Mach ich, danke :).


    Auch wenn ich es selbst nicht beurteilen kann, kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand der in der Schule gut war, im Studium abrutscht. Bei mir war einer im Kurs der 1,0 hatte und er war trotzdem ein normaler Jugendlicher der am Wochenende einen drauf gemacht hat. Es gibt nicht nur streber und mich nerven die pauschalen Aussagen über das Studium. Wenn jemand es schafft in Mathe und in Chemie eine 15 im Abi zu bekommen, dann kann er auch Zusammenhänge verstehen. Auch wenn er vielleicht nicht der beste Student werden sollte, dümmer wird er deshalb trotzdem nicht. Hier hört sich das fast schon so an, als ob diejenigen die in der Schule gut waren später totale Versager sind :D.


    Egal jetzt, ich war nicht gut in der Schule, dann hab ich ja beste Voraussetzungen :D:D:D.

  • Ist richtig - es gibt natürlich 2 Arten von 1.0er Schülern.
    Leute bei denen die Nervenstränge naturgemäß besser verdrahtet sind und die angesprochenen Auswendig-Lerner.
    Du hast Recht wenn du sagst das man da in Mathe z.B. nicht weit kommt (aber erstaunlich viele versuchen es).
    Ich wollte bloß mit der Legende aufräumen das man im Studium unglaublich viel zu Hause lernen muss.
    Das ist pauschalisiert Quatsch. Es gibt verschiedene Herangehensweisen und ich kenne viel welche es eben genau auf die Auswendig-Tour wochenlang zu Hause eingesperrt probiert haben und dennoch miese Noten geschrieben haben. Sie glauben dann dass sie eigentlich noch vieeeel mehr zu Hause sitzen müssten. Dabei haben sie nicht zu wenig gelernt sondern mit dem falschen Ansatz.
    Zusammengefasst gilt ganz allgemein: Uni ist keine Schule. Man muss sich umstellen und das ist auch gut so - aber das passiert eh ganz automatisch.
    Ich wollte auch nicht weiter OT werden.
    Zur Uni-Auswahl kann ich dir sicher nicht viel Hinweise geben.
    Ich studiere kein Informatik und meine Uni sollte für dich wohl eh nicht in Frage kommen.

  • Bei uns konnten geschätzte 90% rein gar nicht programmieren. 5% waren wahnsinnige Blender nach dem Motto "Ich hab letzte Woche dies und das gecoded" (und dann kam raus, dass sie nur ein fertiges PHP-Skript hochgeladen haben) und 5% konnten so wie ich programmieren (konnte nur AutoIt, aber Java lernen war dann nicht schwer). Kaum einer war wirklich fit. Die Zahlen liegen sicherlich in Karlsruhe besser verteilt :D.


    Johannes

  • Zitat

    Hier hört sich das fast schon so an, als ob diejenigen die in der Schule gut waren später totale Versager sind

    Schreib dich ein, bring 2-3 Semeser rum und dann antworte noch mal in diesem Thread! Aspirin-Junkie hats ziemlich auf den Punkt gebracht! Wenn es im Studium nicht "flutscht", dann hat man nicht viele Möglichkeiten. Und die absolut schlechteste ist, dann mit der Annahme "Ich hab doch 12+x Punkte in Mathe und Chemie, also kann mein Lernen sooo schlecht ja nicht sein" die Bachgasse runterzufahren. Exmatrikuliert => Studiengang für den weiteren Lebensweg gesperrt (ist das heute immer noch so?)
    Einen Tip würde ich noch geben: Lernen von den "vier bleibt hier"-Typen bzw auch von den besseren ^^. Dranhängen, Lerngemeinschaften bilden, "Mit den Augen stehlen" .
    Btw. ich habe die Erfahrung gemacht, daß eine Ausbildung/Lehre vor dem Studium alles andere als schädlich ist...